Die Gründe für die hohe Akzeptanz von ehemaligen Militärpiloten z.B. bei Fluggesellschaften ohne restriktive Einstellungshöchstalter Airlines liegen auf der Hand, denn Jet-Piloten verfügen im Allgemeinen über eine herausragende Qualifikation, die sich unter anderem in folgenden Kriterien dokumentiert:
- mehrjährige, kostenintensive, vielseitige und anspruchsvolle Ausbildung
- große fliegerische Erfahrungen auf Grund mehrerer Tausend Flugstunden auf komplexen Flugsystemen
- ausgeprägte Führungs- und Managementkompetenz
- gelebte Teamfähigkeit und Kooperationsbereitschaft
- hohe soziale Kompetenz
- Hohe Lern- und Anpassungsfähigkeit
- Erfahrungen in den Bereichen Multi Crew Coordination (MCC) COCKPIT-/ Crew Ressource Management (CRM) und Human Factors (HF)
- Erfahrungen im Bereich Operational Risk Management (ORM)
- Erfahrungen bei der Ausübung von Repräsentationspflichten (national/ international)
- Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit und Disziplin
- internationale Erfahrung durch multinationale Übungen und Einsätze
- hohe Belastbarkeit in Extremsituationen
Darüber hinaus können die meisten deutschen Jet-Piloten in der Regel eine
- Fluglehrertätigkeit im Instrumentenflug und Tätigkeit als Ausbildungsleiter
- zivile Fluglizenz (deutsches ATPL inklusive Long-Range-Berechtigung)
- gute Englischkenntnisse (Schrift und Konversation)
- gute körperliche Verfassung (Medical Class I)
vorweisen.
Deutsche Jet-Piloten mit den vorstehend skizzierten Kompetenzen können also als „Ready-Entry-CO-Piloten“ angesehen werden, wenn Sie mit 41 Jahren aus dem aktiven Dienst der Bundeswehr ausscheiden (Berufsoffizier mit der Altersgrenze 41 Jahre/ BO-41).
Neben den ganz jungen Co-Piloten als Berufsanfänger mit relativ wenig Flugerfahrung (ca. 22 Jahre/ 300 Flugstunden) und den älteren Berufspiloten mit hoher Anzahl von Flugstunden (ca. 10.000 Std.) stellt ein erfahrener Jet-Pilot (BO-41) mit ca. 4.000 Jet-Flugstunden für die Unternehmen in vielerlei Hinsicht eine interessante Bereicherung dar.