30. Januar 2005

Änderung der BesAn 101 ist veröffentlicht worden
Die lange erwartete Änderung der BesAn 101 ist nunmehr veröffentlicht worden. Viele Änderungen spiegeln direkt die Vorschläge aus der langjährigen Zuarbeit der Arbeitsgruppe Verkehrspilot (AG V) wider, welches als großer Erfolg unserer ausdauernden und konstruktiven Mitarbeit gewertet werden kann. Natürlich haben viele Mitarbeiter in den entsprechenden Stäben bei BMVg, BMVBw und LBA etc. einiges zu diesem Erfolg beigetragen – dafür sprechen ihnen die Mitglieder der AG V an dieser Stelle ihren herzlichsten Dank aus.

Nun geht es um die praktische Umsetzung der Regelungen und Vorschriften. Aus diesen Erkenntnissen sollen dann etwaige Nachbesserungen vorgeschlagen werden. Dies wird in Zukunft sicherlich weiterhin ein dynamischer Prozess bleiben. Eine aktive Mitarbeit der AG V ist dabei sicherlich notwendig – dienstlich, aber auch auf außerdienstlichen Wegen.

Die AG V wird weiterhin in folgenden Bereichen aktiv sein:

- „LONG RANGE-Ausbildung/-Prüfung“
- Zukünftige Kurse für die Umschreibung MFS in zivile Lizenzen durch den BfD
- Bewertung der neuen Richtlinien für die Ausbildung zum zivilen Fluglehrer
- Prüfung der rechtlichen Grundlagen für Einstellungshöchstalter bei deutschen Luftfahrtunternehmen
- uvm.

Eine aktive Mitarbeit möglichst aller betroffenen Piloten bei der AG V ist daher wünschenswert.

16. Januar 2005

Unklarheiten bei Umschreibungen bestehen immer noch
Seitens der Luftwaffen-Führung wurden – nach über einjähriger Bearbeitung – baldige Änderungen der entsprechenden Vorschriften (BesAn/ ZDV / BfD-Vorschriften etc.) in Aussicht gestellt. Leider ist dies bisher immer noch nicht erfolgt. Des Weiteren zeichnet sich ein neues Problemfeld bei der Umschreibung einer militärischen Jet-Lizenz in ein CPL/IFR ab: Das Thema „LONG RANGE“ führt im Bezug auf dessen Ausbildung und Prüfung zu erheblichen Unklarheiten bei allen Beteiligten. Hoffentlich kann das BMVBW/ LBA sowie das BMVg und damit der BfD möglichst bald eine nutzerfreundliche Lösung finden. Des Weiteren bleibt zu hoffen, dass seitens des BMVg und des BfD möglichst bald eine zumindest vorläufige Änderung der eingangs genannten Vorschriften erfolgt, damit sich betroffene Soldaten besser informieren können.

14. Januar 2005

Einstellungshöchstalter – Rechtlich haltbar?
Die AG VERKEHRSPILOT will sich in Zukunft noch mehr der Aufgabe widmen, die bestehenden Einstellungshöchstalter bei deutschen Luftfahrtunternehmen auf deren rechtliche Grundlagen hin zu untersuchen. Dabei soll u.a. die neue Europäische Verfassung dienen.

01. September 2004

Einstellungshöchstalter – hilft uns die neue europäische Verfassung?
Es zeichnen sich weiterhin bei deutschen Fluggesellschaften sowie deren Personalvertretungen (PV) und der Vereinigung COCKPIT (VC), keinerlei Bemühungen ab, die Einstellungshöchstalter für ausscheidende BO-41 und SaZ anzuheben oder gar aufzuheben. Die AG V wird sich weiterhin auf verschiedenen – vor allem auf politischen Ebenen – engagieren, um hier eine Regelung zu finden. Es wird von einigen Seiten erwartet, dass die neue europäische Verfassung zu einheitlichen Regelung im Bereich „Alter und Beruf“ führen wird. Ggf. wird diese neue Regelung allen Verkehrs- und Berufspiloten über ca. 35 Jahren helfen, eine faire und reelle Chance für eine Anstellung auf dem europäischen Arbeitsmarkt zu finden. Die AG V wird weiterhin engagiert an diesem Thema arbeiten.

August 2004

Lizenzen – erste Erfolge?
Es zeichnen sich die ersten Erfolge der langjährigen Bemühungen der AG V-Arbeit ab:
Es gibt offensichtlich nunmehr einige Bestimmungen, die das Umschreiben eines MFS JET in ein JAR-CPL/IFR und dessen Erhalt regeln.
Gleiches gilt für den Erwerb einer Kunstflugausbildung (Prop) und den Erwerb einer Fluglehrerberechtigung (Prop/ FI (A) und IR).
Allerdings liegen der AG V bis dato keine dieser Bestimmungen in schriftlicher Form vor. Das LBA und BMVg Fü L soll zwecks Klärung diesbezüglich in der nächsten Zeit seitens der AG V erneut kontaktiert werden.

09. März 2004

Erstes Meeting der AG VERKEHRSPILOT mit dem Vorstand der Vereinigung COCKPIT
Heute fand das bereits länger geplante erste Meeting zwischen der AG VERKEHRSPILOT (AG V) und der Vereinigung COCKPIT (VC) statt.
Gastgeber Thomas von Sturm, Präsident der VC, sowie weitere Vertreter des VC-Vorstandes nutzten mit Vertretern der AG V und des Verbandes der Besatzungen strahlgetriebener Kampfflugzeuge e.V. (VBSK e.V.) die Möglichkeit, unterschiedliche Positionen und Meinungen auszutauschen. Das Treffen kann als „fruchtbar“ für beide Seiten gewertet werden. Eine Fortsetzung des Dialoges ist geplant.

31. Dezember 2003

Rückblick und Ausblick
Die nunmehr fast 2-jährige Arbeit der AG VERKEHRSPILOT ist auf großen Zuspruch gestoßen – intern wie extern. Wichtige Impulse wurden für die Erstellung von neuen Richtlinien im Bereich der Lizenzumschreibungen, inkl. der Anerkennung von Fluglehrtätigkeiten, Kunstflugausbildung, Anerkennung von Flugzeiten in Simulatoren etc., gegeben. Durch eine interne Vernetzung konnten Erfahrungen und Tipps von aus dem aktiven Dienst ausscheidenden Kameraden an andere weitergegeben und somit nicht wenigen Kameraden ein besserer Einstieg in das Zivilleben ermöglicht werden. Das Netzwerk der AG VERKEHRSPILOT wurde und wird systematisch weiter ausgebaut. Das Jahr 2004 wird zeigen, inwiefern sich die Bemühungen im Bereich Militär, Politik, bei den Ministerien für die Zivilluftfahrt und vor allem bei den deutschen Fluggesellschaften, den Personalvertretungen sowie der Vereinigung COCKPIT weiter auszahlen.

In diesem Sinne wünscht die AG VERKEHRSPILOT allen Beteiligten „Hals-und Beinbruch“ und alles Gute für 2004.

Dezember 2003

Neue Anschrift der AG VERKEHRSPILOT
Seit Dezember verfügt die AG VERKEHRSPILOT über eine neue Postanschrift. Siehe IMPRESSUM für Details.

November 2003

Weitere Initiativen der AG V gestartet
Im Herbst 2003 fanden die ersten Gespräche zwischen dem BMVg Fü L und dem BMVBW/ LBA bzgl. neuer Richtlinien für Lizenzumschreibbedingungen nach der Einführung von JAR-OPS statt. Zeitgerecht konnte die AG V über diverse dienstliche Stellen (BMVg Fü L/ Luftwaffenamt etc.) sowie über diverse Kontakte auf hoher parlamentarischer Ebene wichtige Impulse für bessere Umschreibbedingungen einbringen. Ergebnisse der o.g. Gespräche sowie Antworten der angeschriebenen Dienststellen liegen bis dato nicht vor.

Besuche der AG V in Holloman und Sheppard
Durch diverse private Besuche konnten sich aktive deutsche Airline-Piloten ein Bild von der hochwertigen Ausbildung von deutschen Strahlflugzeugführern in Sheppard (Texas) und Holloman (New Mexico) machen. Durch Halten der neu entstandenen Kontakte werden wichtige Impulse und eine gute Unterstützung aus dem Bereich der Zivilfliegerei seitens der AG VERKEHRSPILOT erhofft. Gegenseitige Besuche sollen die Verbindungen aufrecht erhalten.

Weitere Initiativen der AG V gestartet
Im Herbst 2003 fanden die ersten Gespräche zwischen dem BMVg Fü L und dem BMVBW/ LBA bzgl. neuer Richtlinien für Lizenzumschreibbedingungen nach der Einführung von JAR-OPS statt. Zeitgerecht konnte die AG V über diverse dienstliche Stellen sowie über die parlamentarische Ebene wichtige Impulse für bessere Umschreibbedingungen einbringen. Ergebnisse der o.g. Gespräche sowie Antworten der angeschriebenen Dienststellen liegen bis dato nicht vor.

Ansprechpartner der AG V an den Standorten im In- und Ausland
Die Vernetzung der AG V konnte durch Benennung von Ansprechpartnern an den diversen Standorten im In- und Ausland vorangetrieben werden.
Damit wurde u.a. eine bessere Erreichbarkeit für externe Stellen sowie ein besserer Informationsfluss untereinander sichergestellt.

Oktober 2003

Neue Anschrift der AG VERKEHRSPILOT
Ab sofort ist die AG V unter einer Adresse in Deutschland statt in Texas zu erreichen. Siehe IMPRESSUM für Details.

18. September 2003

AG V im mit den JOINT AVIATION AUTHORITIES (JAA)
Mit einem mehrseitigen Schreiben erläutert die AG VERKEHRSPILOT am 15. September 2003 mögliche Probleme für die Strahlflugzeugführer – in Deutschland und Europa – durch die neuen JAR-FCL (hier: Bedingungen für den Erhalt eines Verkehrsflugzeugführerscheines/ JAA-ATP) und zeigt Lösungsvorschläge auf. Eine Antwort erhielt die AG V seitens Fergus Woods, Licensing Director der JAA, bereits am 18. September 2003. U.a. schlägt F. Woods darin vor, einen Dialog zwischen dem BMVg und BMVBW/ LBA auf nationaler Ebene voranzutreiben.

September 2003

1.000te Besucher bei AG VERKEHRSPILOT
Im August 2003 informierte sich der 1.000te Besucher auf der Homepage der AG VERKEHRSPILOT.
Das Interesse an der Arbeit der AG V ist seit Einführung der Internetpräsenz im Februar 2003 ungebrochen groß.

Zwischenbilanz (Kurzform) der AG V im JÄGERBLATT

Die Gemeinschaft der Jagdflieger - Vereinigung der Flieger deutscher Streitkräfte e.V. (GdJ) veröffentlicht die Zwischenbilanz der AG VERKEHRSPILOT in ihrer Ausgabe 5/2003 (Seite 42+43). Mehr dazu unter PRESSE+MEDIEN. Die Unterstützung durch diese Gemeinschaft ist der AG VERKEHRSPILOT sehr wichtig, da dort zahlreiche Querverbindungen zur Politik, Militär und zu zahlreichen Fluggesellschaften vorhanden sind.

Treffen von BMVBW/ LBA und BMVg

Ende September fand ein erstes Treffen zwischen dem Verkehrsministerium (BMVBW), Luftfahrt-Bundesamt (LBA) und dem Verteidigungsministerium (BMVg) u.a. bzgl. Fragen zum Thema "Lizenzen nach JAR-FCL 1" statt. Ergebnisse liegen der AG V bisher noch nicht vor.

Antrag der AG V bzgl. Anerkennung

von militärischen Flugstunden (Jet) für JAR-ATPL
Die AG V bittet um Prüfung eines Antrages bei der JAA (Joint Aviation Authorities/ Holland) bzgl. der Anerkennung von militärischen Flugstunden für JAR-ATPL (europ. Verkehrsflugzeugführerschein). Der Antrag wird ebenfalls bei BMVBW (Verkehrsministerium) und Luftfahrt-Bundesamt (LBA) sowie auf dem Dienstweg bei dem BMVg Fü L gestellt. Zahlreiche Mitglieder des Bundestages - darunter auch Minister Dr. Peter Struck - werden um Unterstützung für die Jet-Piloten als Minderheitsgruppe gebeten. Dabei sollen auch Parlamentarier auf europäischer Ebene und Jet-Piloten anderer europäischer Staaten einbezogen werden.

Junge Piloten zeigen vermehrt Interesse

Zahlreiche jüngere Piloten zeigen vermehrt Interesse an der Arbeit und den ersten Teilerfolgen der AG V. Dabei interessieren auch häufig Fragen bzgl. dem Erwerb eines AZF (Funkspruchzeugnis), PPL A (Motorflugschein) sowie amerikanischer Lizenzen. Man will außerdem sehen, was in naher Zukunft und auf lange Sicht tatsächlich für die Verbesserung der Berufsperspektiven seitens der Parlamentarier, der Fluggesellschaften sowie dem BMVg Fü L für die BO-41 getan wird.

August 2003

AG V Zwischenbilanz wird veröffentlicht
Die Zwischenbilanz der AG V wird veröffentlicht. Einhelliger Tenor von Außenstehenden: Gute Informationen - frei von Polemik - weiter so.

Leserbrief eines Verkehrspiloten im JÄGERBLATT
Der Leserbrief des Niel Schier (Verkehrspilot aus den USA) über die Bemühungen der AG V und seine Ansichten zum Thema wird im JÄGERBLATT veröffentlicht.

Sommer 2003

Weitere Besuche
Die AG V erhält mehrere Besuche auf privater Ebene von diversen deutschen Verkehrspiloten in Wichita Falls/ Texas. Meist handelte es sich dabei um ehemalige Jet-Piloten, die durch diverse Presseartikel auf die AG V aufmerksam wurden. Sie selber sind meist seit Anfang der 90er Jahre bei deutschen Fluggesellschaften als Verkehrspiloten tätig, teilweise sogar als Flugbetriebsleiter, Supervisionkapitäne usw. Dabei fand die AG V durchweg großen Zuspruch für ihre Bemühungen und Vorgehensweisen. Bei texanischen Steaks und kühlem Bier konnten häufig interessante Dialoge geführt und somit wichtige Informationen ausgetauscht werden. Diese Kontakte sollen weiterhin gepflegt und ausgebaut werden.

10. April 2003

Wichita Falls/ Texas
Die Arbeitsgruppe VERKEHRSPILOT feiert am 10. April 2003 ihr einjähriges Jubiläum.

Mit Stolz blickt man dabei auf ein Jahr harter Arbeit für eine Verbesserung der Berufsperspektiven für erfahrene Jet-Piloten der Bundeswehr (BO-41) als Ready-Entry-Co-Pilot bei deutschen Fluggesellschaften und Luftfahrtunternehmen zurück.

Die Gesamtproblematik konnte intern und extern erfolgreich thematisiert werden. Erste Ergebnisse können sich bereits sehen lassen.

Bemerkenswert ist dabei die Response und Unterstuetzung durch hochrangige Mitglieder des Bundestages, der Öffentlichkeit, Presse und Medien, LBA/BMVBW, Gemeinschaft der Jagdflieger, durch den Deutschen Bundeswehrverband und durch den Verband der Jetbesatzungen (VBSK e.V.) sowie dessen Ortsverbände der jeweiligen Standorte (GBSK e.V.).

Kontakte mit Fluggesellschaften, deren Personalvertretungen sowie der Vereinigung COCKPIT tragen zu einem besseren gegenseitigen Verständnis bei und helfen beim Abbau von alten Vorbehalten.

Vor allem aber muss die Unterstützung durch den Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Back, lobend erwähnt werden. Ohne dessen Initiativen wird sich die derzeitige Situation der Besatzungen nur schwerlich ändern. Innovative zukünftige Lösungen sind seitens des BMVg gefragt, um die Situation für die Jet-Piloten dauerhaft zu verbessern.

Dass man in der Sache auf dem richtigen Weg ist beweist u.a. die Wiederöffnung der CityLine GmbH für ehemalige Jet-Piloten (BO-41) als Verkehrspiloten. Weitere Fluggesellschaften sollen durch direkte Kontaktaufnahme auf verschiedenen Ebenen zu ähnlichen Schritten motiviert werden. Bzgl. verbesserter Lizenzumschreibungen sollte man sich an Beispielen anderer Nationen (USA, "Schweizer Modell", "Österreicher Modell" uvm.) orientieren.

Die AG VERKEHRSPILOT bedankt sich hiermit im Voraus bei all denen, die sie auch in Zukunft bei deren Bemühungen aktiv unterstützen.

Gemeinsam schaffen wir es.

24.März 2003

LUFTHANSA Cityline GmbH nimmt bis auf weiteres keine Bewerbungen für READY-ENTRY-PILOTEN an.
Die Auswirkungen der schwachen Konjunktur bei den Fluggesellschaften gehen auch an der LUFTHANSA CityLine GmbH nicht spurlos vorüber.

Das Unternehmen teilte mit, dass ab sofort bis voraussichtlich Ende 2003 keine Bewerbungen mehr angenommen werden. Bei
Rekrutierungsbedarf will man ggf. auf bereits vorliegende Bewerbern zurückgreifen.

Eine Besserung der Lage wird für Mitte bis Ende 2004 erwartet.

15. März 2003

Vorsitzender des Verteidigungsausschusses sagt Unterstützung zu

Reinhold Robbe, Vorsitzender des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages, bringt in seinem Schreiben vom 11. März 2003 an den Vorsitzenden der AG VERKEHRSPILOT zum Ausdruck, dass das BMVg die Aufnahme einer neuen beruflichen Tätigkeit nach zur Ruhesetzung als BO 41 als legitimes Interesse dieses Personenkreises betrachte und bemüht sei, Verbesserungen in diesem Bereich, zuletzt auch im Hinblick auf eine notwendige Nachwuchsgewinnung für Piloten der Luftwaffe, zu erreichen.

Er weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Luftwaffe bereits in den vergangen Jahren von sich aus vielfältige Kontakte zu den Luftfahrtgesellschaften geknüpft habe, um den Einstieg von Jet-Piloten in die zivile Luftfahrt zu erleichtern. Dabei habe es in Einzelfällen durchaus Fortschritte gegeben.

MdB Reinhold Robbe sagt mit dem Schreiben vom 11.März 2003 Unterstützung des BMVg zu, soweit es ihm als Vorsitzender des Verteidgungsausschusses möglich sei.

14.März 2003

Wichita Falls/ Texas
Antwortschreiben der Vereinigung COCKPIT trifft ein.

Heute traf das Antwortschreiben der Vereinigung COCKPIT (VC) vom 10. März 2003 auf das Schreiben der AG VERKEHRSPILOT vom 05. Dezember 2002 ein. Darin vertritt Herr Thomas von Sturm als Präsident der VC die Ansicht der Vereinigung zum Thema "Erfahrene Jet-Piloten als "Ready-Entry-Piloten" bei deutschen Fluggesellschaften“.

Im Einzelnen führt er dabei einige Aussagen auf, die aus seiner Sicht einen Neueinstieg von Piloten, die ein bestimmtes Alterslimt überschritten haben, als problematisch erscheinen lassen. Dazu gehören u.a. ein Verweis auf das Seniroritätsprinzip, Schwächung des Systems durch einen Neueinstieg dieser Piloten im Hinblick auf Betriebsfrieden und Flugsicherheit und das die fliegerische Erfahrung militärischer Piloten auf der Erfordernisse der zivilen Luftfahrt nicht anwendbar sei. Zudem belaufe sich die Anzahl der Flugstunden der mit 41 Jahren ausscheidenden Jet-Piloten der Bundeswehr auf nur etwa 2.000, die eines zivilen Flugzeugführers gleichen Alters aber auf mehr als 10.000 Flugstunden.

(Anmerkung der Redaktion: Siehe Zahlen und Fakten bzgl. der Ansichten der AG VERKEHRSPILOT zu den o.g. Aussagen)

Die AG VERKEHRSPILOT ist jedoch sehr erfreut über Bereitschaft der VC, über die gegenseitigen Positionen in einen offenen Dialog zu treten.
Dazu wurde seitens Herrn von Sturm eine Einladung zu einem Gespräch in die Geschäftsstelle der VC nach Neu-Isenburg ausgesprochen, da auf Grund der zeitlichen Verfügbarkeit der Gesprächsteilnehmer einer Einladung der AG V zum Besuch der Ausbildungsstätten in den USA nicht nachgekommen werden kann.

13.März 2003

El Paso/ Texas
Gesprächsrunde mit Fachleuten
Heute fand in El Paso eine Gesprächsrunde zum Thema "Verbesserung Berufsperspektiven von ehemaligen Jet-Piloten bei deutschen Fluggesellschaften und Luftfahrtunternehmen" unter Leitung von Brigadegeneral Merklinghaus (Kommandeur Deutsches Luftwaffenkommando USA/Kanada in El Paso) u.a. mit dem Vertreter einer großen deutschen Fluggesellschaft, Herrn Andreas Weber (Leiter Ausbildung Fliegendes Personal der LH CityLine), Teilnehmer des BfD Köln und BfD Holloman sowie Vertretern der AG VERKEHRSPILOT statt.

Über mehrere Stunden wurden verschiedene Punkte zum Thema ausgiebig diskutiert. Am Ende wurde deutlich, dass die Initiativen der AG VERKEHRSPILOT wichtige Auslöser notwendiger Maßnahmen waren und auch weiterhin sind. Mit großem Interesse wurde vernommen, dass auf ministerieller Ebene – vor allem durch Generalleutnant Back als Inspekteur der Luftwaffe - bereits einige Schritte in dieser Richtung unternommen worden sind.

Seitens der AG VERKEHRSPILOT wurde auch auf die Problematik der Waffensystemoffiziere (WSOs) hingewiesen, denen man sich in diesem Zusammenhang bzgl. JAR-Lizenzerwerb, Berufsförderung etc. ebenfalls annehmen will.

Eine Fortsetzung des Dialoges in diesem oder ähnlichem Rahmen ist geplant.

12.-14. März 2003

Sheppard AFB/ TEXAS und Holloman AFB/ New Mexico
BfD-Infoveranstaltung mit Vertreter der LUFTHANSA CityLine GmbH

Herr Andreas Weber - Leiter Ausbildung Fliegendes Personal der LUFTHANSA CityLine - besuchte die Standorte Sheppard AFB/ Texas als deutsche Jet-Pilotenausbildungsstätte sowie Holloman AFB/ New Mexico als deutsche Ausbildungsstätte für das Fliegende Personal für TORNADO- und PHANTOM-Flugzeuge.

Durch zwei Vorträge sowie zahlreiche Einzelgespräche im Rahmen dieser BfD-Informationsveranstaltungen - initiiert durch Herrn Dieter Wendel (BfD Köln) - konnte er dem dortigen Fliegenden Personal der Bundeswehr einen höchst interessanten Einblick in die LUFTHANSA CityLine GmbH als erfolgreiches Tochterunternehmen des LUFTHANSA Konzerns geben.

Er erläuterte dabei u.a. die Einstellungskriterien für Verkehrspiloten (Ready Entry-) und die aktuellen Rahmenbedingungen. Gespräche mit den Fliegenden Besatzungen ermöglichten einen umfangreichen Austausch an gegenseitigen Erfahrungen und Ansichten über die zivile und militärische Ausbildung. Eine Besichtigung der Ausbildungsstätten - inklusive Simulatoren etc. - rundete den Besuch ab. Herr Andreas Weber konnte somit einen guten Einblick in die hochwertige Ausbildung des Fliegenden Jet-Personals der Bundeswehr erhalten. Eine Fortführung des Dialoges mit dem Unternehmen ist beabsichtigt.

Februar/März 2003

Personalvertretung der LH CityLine zeigt Interesse an Besuch in den USA
Die Personalvertretung der LH CityLine - stellvertretend durch Herrn Thomas Droescher - zeigt Interesse an einem Besuch der Ausbildungsstätten der Jet-Piloten auf der Sheppard AFB/Texas und Holloman AFB/ New Mexico.

Dort soll es zu einem Austausch beiderseitiger Erfahrungen in der fliegerischen Ausbildung und einem gegenseitigen Kennenlernen kommen.
Ein genauer Termin steht noch nicht fest.

BREAKING NEWS

FEBRUAR 2003
LUFTHANSA CityLine öffnet sich wieder für BO-41
Im Februar wurde der AG VERKEHRSPILOT durch die LH CityLine mitgeteilt, dass man sich seitens der Firmenleitung und der Personalvertretung geeinigt habe, dass ab sofort wieder BO-41 rekrutiert werden können. Selbstverständlich wird aber auch in diesen Fällen nur nach Eignung und Bedarf bereedert.

10. Februar 2003

Vereinigung COCKPIT antwortet nicht
Am 05.12.2002 wurde Herr Thomas von Sturm als Präsident der Vereinigung COCKPIT, der größten Verkehrspilotenvereinigung Deutschlands, seitens der AG VERKEHRSPILOT angeschrieben. Dort wurde angeboten, einen Dialog und gemeinsamen Interessensabgleich und -ausgleich durchzuführen. Eine detaillierte Information über die Ausbildung von Jet-Piloten und eine Besichtigung der Jet-Piloten-Ausbildungsstätten durch die VC in den USA wurde als denkbar und sinnvoll erachtet, damit man sich seitens der VC einen persönlichen Eindruck von der Ausbildungsqualität deutscher Jet-Piloten verschaffen könne. Desweiteren wurde Herr von Sturm um die Beantwortung der Frage gebeten, welche objektiven Gründe aus Sicht der Vereinigung COCKPIT gegen die Einstellung von erfahrenen ehemaligen Jet-Piloten (BO-41) als Ready-Entry-Co-Pilot bei deutschen Fluggesellschaften sprechen würden. Auf dieses Schreiben wurde nicht geantwortet, worauf am 10. Februar 2003 ein nochmaliges Schreiben versendet wurde. Auch darauf liegt der AG V bisher keine Antwort seitens der Vereinigung COCKPIT vor.

23. Februar 2003

Internetpräsenz der AG VERKEHRSPILOT
Die AG VERKEHRSPILOT ist nun auch im Internet präsent. Damit soll eine umfangreiches, aktuelles Informationsangebot sichergestellt werden.
Des weiteren soll dadurch eine bessere Möglichkeit zur Kontaktaufnahme seitens interessierter Jet-Piloten, Vertreter der Fluggesellschaften, Personalvertretungen, Medien- und Pressevertreter, Mitglieder des Bundestages etc. ermöglicht werden.

Februar 2003

Besuch einer Personalvertretung
Die Personalvertretung einer Fluggesellschaft kündigt an, das man in nächster Zeit einen Besuch der AG VERKEHRSPILOT und der deutschen Jet-Piloten-Ausbildungsstätten Sheppard AFB/TX und Holloman AFB/NM plane.

09. Februar 2003

Stellungnahme der AG VERKEHRSPILOT bzgl. Antwortschreiben der Vereinigung COCKPIT (VC) an zwei Mitglieder des Bundestages.
Im November und Dezember 2002 wurden von zwei Mitgliedern des Bundestages (SPD und CDU) Anfragen bzgl. der Einstellung von erfahrenen Jet-Piloten (BO-41) als Ready-Entry-Co-Piloten an die Vereinigung COCKPIT gesendet.

Die Rückantworten trafen im Januar 2003 bei diesen MdBs ein. Die AG VERKEHRSPILOT wurde daraufhin gebeten, zu diesen Schreiben eine Stellungnahme abzugeben. Diese Stellungnahmen (inkl. Anlage „Zahlen und Fakten“) wurde am 09. Februar 2003 an die beiden Mitglieder des Bundestages gesendet.

17. Januar 2003

Aufnahme von Dialogen mit Vertretern von Fluggesellschaften und deren Personalvertretungen.
Dialoge mit Vertretern einer deutschen Fluggesellschaft und deren Personalvertretung zeigen erste Erfolge. Es gibt konkrete Überlegungen zur Herbeiführung von Regelungen bei den Betriebsvereinbarungen (BVB) zur Einstellungsmöglichkeit von erfahrenen Jet-Piloten (BO-41) als „READY-ENTRY-CO-PILOTEN“. Weitere Fluggesellschaften prüfen derzeit ähnliche Maßnahmen.

11. Januar 2003

Versand von Sachstandsberichten.
Umfangreiche Sachstandsberichte der AG VERKEHRSPILOT (Teil I + II, 2 x 110 Seiten) werden an das BMVg, hochrangige Parlamentarier und diverse Verbände und Organisationen versendet. Der Bundesminister der Verteidigung, Dr. Peter Struck, erhält diese Informationspakete ebenfalls. Diese Berichte beinhalten u.a. die Ergebnisse der intensiven, monatelangen Recherchearbeit der AG V. Sie sollen als Basis für weitere Maßnahmen und Aktivitäten seitens des BMVg, der MdBs etc. dienen.

Dezember 2002

Neuverhandlungen der Betriebsvereinbarungen (BVB) bei der LUFTHANSA.

Mit großer Aufmerksamkeit verfolgt die AG VERKEHRSPILOT die Entwicklungen bezüglich der Neuverhandlungen des Einstellungshöchstalters von Piloten zur Deckung des Bedarfs an fliegendem Personal bei der Deutsche Lufthansa AG.

Wie die AERO INTERNATIONAL in der Ausgabe 12 / 2002 auf Seite 43 mit Hinweis auf ein Zitat von Herrn Jürgen Raps (Lufthansa-Chefpilot und –Flugbetriebsleiter) berichtet, könnte es in diesem Zusammenhang „mutmaßlich“ zu einer Anhebung des Einstellungshöchstalters für Piloten auf 38 Jahre kommen. Allerdings würde die beabsichtigte Heraufsetzung der Altersgrenze leider immer noch unter dem Alter von 41 Jahren liegen, bei dessen Erreichen deutsche Jet-Piloten in der Regel aus dem aktiven Dienst bei der Bundeswehr ausscheiden. Dieses Potenzial an erfahrenen Human Ressourcen würde damit von vorneherein seitens der Lufthansa AG nicht genutzt, obwohl die Einstellung von BO-41-Piloten auf Grund ihrer Qualifikation durchaus vorteilhaft sein könnte.

Die AG VERKEHRSPILOT hat diesbezüglich Kontakt mit Vertretern der LUFTHANSA AG, der Personalvertretung –Fliegendes Personal- der Lufthansa AG sowie der Vereinigung Cockpit aufgenommen. Es wurde die Frage gestellt, ob z.B. aus Sicht der Unternehmensführung im Rahmen der Neuverhandlungen zur Betriebsvereinbarung (BVB) sowie zum neuen Manteltarifvertrag spezifische Regelungen getroffen werden können, die dem regulär mit 41 Jahren ausscheidenden Bundeswehr-Jet-Piloten, bei entsprechender fachlicher Eignung als „Ready-Entry-Pilot“, eine reelle und dauerhafte Chance zum Eintritt in den LH-Konzern geben. Diese Frage wurde auch an die Personalvertretung der Lufthansa AG – Fliegendes Personal – gerichtet. Die Vereinigung COCKPIT wurde befragt, welche vermeintlichen objektiven Gründe aus deren Sicht gegen die Einstellung von Jet-Piloten der Bundeswehr (BO-41) als „Ready-Entry-Pilot“ bei deutschen Fluggesellschaften sprechen. Eine Antwort liegt bisher nicht vor.

November 2002

Interesse seitens Vertretern von Fluggesellschaften.
Vertreter von Fluggesellschaften antworten auf Anschreiben der AG VERKEHRSPILOT. Einige Verantwortliche signalisieren bereits Interesse am Thema „Erfahrene Jet-Piloten (BO-41) als READY-ENTRY-PILOTEN bei deutschen Fluggesellschaften und Luftfahrtunternehmen“.

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